Skip to main content

Elektrofahrräder

Immer mehr Menschen kaufen sich Elektrofahrräder, denn solche Elektrofahrräder oder E-Bikes bieten die Möglichkeit mit wenig Anstrengung auch längere Strecken problemlos zu meistern. Wer also ein wenig Anstrengung einsparen möchte, der ist hier genau richtig.

Wie bei jeder neuen Technik, gibt es jedoch auch bei dieser häufig Fragen und Aufklärungsbedarf. Vor allem die unterschiedlichen Bezeichnungen Elektrofahrrad, E-Bike, Pedelec und S-Pedelec führen schnell zu Verwirrung. Die folgenden Fragen sollen deshalb helfen, die Unklarheiten zu beseitigen.

Mehr lesen




Inhaltsverzeichnis:


Pedelec und S-Pedelec: Was ist der Unterschied?

Diese Frage tritt ganz besonders häufig auf. Bei einem Pedelec wird der Fahrer nur bis zu einer Leistung von 250 Watt unterstützt. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wer schneller fahren möchte, der wird nicht darum herum kommen, stärker in die Pedale zu treten.

Allerdings schafft selbst ein sportlich sehr aktiver Mensch auf Dauer keine höhere Leistung als etwa 100 Watt. Die Unterstützung durch den Motor kann dabei in unterschiedlichen Stufen erfolgen, je nachdem wie sehr der Fahrer unterstützt werden möchte. Ein Vorteil besteht darin, dass keine Zulassung wie beispielsweise bei einem Mofa benötigt wird, um auf den Straßen fahren zu dürfen. Dies gilt nur für Elektrofahrräder die über eine Anfahrhilfe verfügen.

Diese darf nicht stärker als 6 km/h ausfallen. In diesem Fall wird eine Mofa-Prüfbescheinigung fällig. Die einzige Ausnahme von dieser Regelung besteht darin, dass die Notwenigkeit der Bescheinigung entfällt, wenn der Fahrer vor dem Jahr 1965 geboren wurde. Ein solches Modell wird dann als S-Pedelec bezeichnet.

Was für Elektrofahrräder gibt es?

Dadurch, dass das Fahren mit motorisierter Unterstützung mittlerweile so beliebt geworden ist, wurde auch der Markt für die Käufer stark ausgeweitet. Hier findet eigentlich jeder Kunde, wonach er sucht. Auch motorisierte Mountainbikes und Rennräder sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Wie unterscheidet sich das Fahrverhalten?

Wer sich für ein Pedelec entscheidet, der wird schnell merken, dass sich ein solches nicht wie ein normales Fahrrad fährt. Es verfügt durch die Motorisierung über ein gewisses Ansprechverhalten. Außerdem unterscheiden sich die einzelnen Modelle durch ihre Abschaltzeiten, sobald der Fahrer nicht mehr in die Pedale tritt.

Ist ein Ersatzakku notwendig?

Diese Frage wird ganz besonders häufig gestellt. Allerdings kann sie eigentlich nicht pauschal beantwortet werden. Denn hier spielt die individuelle Nutzung eine wichtige Rolle. Je länger die üblicherweise gefahrene Strecke ausfällt, desto wahrscheinlicher wird der Kauf eines Ersatzakkus nötig sein.

Auch wenn sich dem Fahrer kaum eine Möglichkeit bietet, den Akku zwischenzeitlich aufzuladen, sollte besser ein Ersatzakku gekauft werden. Außerdem ist die Kapazität der Akkus ganz unterschiedlich. Je kleiner sie ausfällt, desto mehr spricht dies wiederum für einen Ersatzakku. Zwischen 30 und 80 Kilometer ist hier als Laufleistung annähernd alles vertreten.

Wo sollte ein Elektrofahrrad gekauft werden?

Bei einem Kauf im Internet sollte genau auf die Qualität geachtet werden. Vor allem unabhängig Kundenmeinungen sind hierbei entscheidend. Ansonsten läuft der Kunde schnell Gefahr ein minderwertiges Produkt zu kaufen. Bei einem Kauf in einem Fachhandel findet hingegen meist eine sehr ausführliche Beratung statt. Auch eine Probefahrt ist problemlos möglich.

Gibt es eine Helmpflicht?

Für die Fahrt mit einem solchen Rad ist es nicht zwingend erforderlich, dass ein Helm getragen wird. Es handelt sich schließlich nicht um ein Mofa oder gar ein Motorrad. Allerdings sollte auf einen Helm dennoch nicht verzichtet werden. Die neusten Modelle sitzen meist derart gut, dass sich bereits nach einigen Metern nicht mehr wahrgenommen werden. Im Falle eines Sturzes können sie dem Fahrer außerdem im Zweifel das Leben retten oder ihn vor schweren Verletzungen bewahren.

Dürfen Elektrofahrräder in die Bahn?

Ja ein Elektrofahrrad darf mit der Bahn transportiert werden. Hier gelten die gleichen Regelungen, wie bei normalen Fahrrädern auch.

Welche Motorarten gibt es?

Bei einem Elektrofahrrad können drei Antriebskonzepte eingesetzt werden. Diese sind abhängig von der Lage des Motors. Es gibt den so genannten Front-, Mittel- und Heckmotor. Je nach der Positionierung sollte das Rad darauf auch ausgelegt sein. Für das Fahrverhalten ergeben sich jedoch meist kaum Unterschiede.

Muss eine Wartung durchgeführt werden?

Elektrofahrräder sollten regelmäßig gewartet werden. Die zeitlichen Abstände dafür werden durch die Laufleistung bestimmt. Bei einer alltäglichen Benutzung sollte die Wartung der Elektrofahrräder allerdings mindestens alle sechs Monate stattfinden. Dabei ist auf die Funktionalität des Lichts, der Bremsen und der restlichen Bauteile zu achten.

Sind Elektrofahrräder kompatibel mit einem Kindersitz oder einem Anhänger?

Elektrofahrräder können auch mit einem Kindersitz oder einem Anhänger benutzt werden. Die Haltevorrichtung muss allerdings meistens extra erworben werden.

Wo stelle ich mein Elektrofahrrad am besten ab?

Das Elektrofahrrad sollte am besten an einem trockenen Ort abgestellt werden. So ist es deutlich besser vor der Witterung geschützt. Im Falle eines Diebstahles kann der Besitzer auf Nummer sicher gehen, wenn der Abstellort von der Hausratsversicherung mit abgedeckt wird. Bei extremer Kälte sollte der Akku besser in einem warmen Raum aufbewahrt werden. Ansonsten könnte er durch die niedrigen Temperaturen Schaden nehmen.

Welche rechtlichen Gesichtspunkte gibt es?

Elektrofahrräder werden in diesem Punkt genauso wie ein normales Fahrrad behandelt. Es ist somit nicht nötig, das Elektrofahrrad extra zuzulassen oder versichern zu lassen. Nur bei einem S-Pedelec greift eine andere Regelung, da diese eine wesentlich höhere Leistung erbringen können. Wer nicht vor dem Jahr 1965 geboren ist benötigt eine Haftpflichtversicherung, ein Nummernschild und einen Mofaführerschein, um mit dem S-Pedelec rechtmäßig am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen.

Welche Schaltungsart ist die beste?

Bei der Schaltung können Elektrofahrräder entweder mit einer Narben-oder einer Kettenschaltung ausgestattet sein. Beide bieten ihre Vorteile. Ein Rad, das eine Narbenschaltung hat, ist normalerweise weniger störanfällig. Allerdings ist das E-Bike dann meist auch deutlich schwerer. Die Kettenschaltung bietet hingegen mehr Gänge und ist deshalb anpassungsfähiger. Allerdings ist ein Elektrofahrrad mit einer Kettenschaltung auch intensiver in der Wartung.

Wie schwer ist ein Elektrofahrrad?

Ein normales Elektrofahrrad wiegt etwa 10 Kilogramm mehr, als ein normales Fahrrad. Der Radaufbau ist darauf allerdings auch ausgelegt. So wird etwa ein stabilerer Rahmen verbaut.

Ein Elektrofahrrad mit dem PKW transportieren, geht das?

So lange der PKW dafür ausgelegt ist, ist dies kein Problem.

Ist ein Schloss nötig?

Elektrofahrräder sind nicht gerade eine kostengünstige Anschaffung, deshalb sollte es immer gut gesichert werden. Hierfür gibt es spezielle Schlösser, bei denen auch nicht gespart werden sollte.

Braucht das Elektrofahrrad besondere Reifen?

Das Bike hat meist herkömmliche Reifen montiert. Ereignet sich dennoch eine Panne, bei welcher der Reifen getauscht werden muss, zeigt sich dies allerdings als sehr aufwendig, da der Reifenausbau recht kompliziert ist. Wenn die Wahl selbst getroffen werden kann, sollte deshalb immer zu möglichst stabilen Reifen gegriffen werden.

Wie viel Geld muss ausgegeben werden?

Das E-Bike ist, wie bereits angesprochen nicht billig. Modelle unter einem Preis von etwa 1800 Euro sind nur selten zu empfehlen, es sei denn es handelt sich dabei um ein reduziertes Markengerät, das etwa zu Saisonwechsel günstiger angeboten wird.

Können Kinder ein Elektrofahrrad fahren?

Das Elektrofahrrad darf auch von Kindern gefahren werden. Allerdings sollten diese in der Lage sein, mit der Motorisierung auch umzugehen. Deshalb wird meist ein Alter von etwa 14 Jahren empfohlen.

Wie sportlich muss der Fahrer sein?

Das E-Bike wirkt unterstützend. Deshalb kann hier jeder profitieren. Wer sportlicher ist wird demnach weniger unterstützt, als eine eher unsportliche Person. Besonders ältere Personen erfreuen sich jedoch an dieser Form der Unterstützung, da dadurch Faktoren wie etwa Steigungen oder Gegenwind keine Rolle mehr spielen.

Kann der Akku während der Fahrt geladen werden?

Dabei handelt es sich um einen weit verbreiteten Irrglauben. Der Motor lädt sich nur durch die Zufuhr von Strom wieder auf. Durch das Treten könnte sich ein, darauf ausgelegter Motor nur sehr geringfügig selbst aufladen.

Für den Weg zur Arbeit empfehlenswert?

Hier ist es empfehlenswert, dass das Rad mit einer sehr hohen Motorunterstützung gefahren wird. So wird die körperliche Anstrengung deutlich verringert. Lästige Stausituationen können dann mit dem E-Bike sehr bequem umgangen werden. Neben der Förderung der eigenen Fitness kann dadurch sogar noch Zeit gespart werden.

Sind die Akkus gefährlich, vor allem hinsichtlich einer Explosionsgefahr?

Der Akku von einem E-Bike ist sehr leistungsfähig. Deshalb weist er eine sehr hohe Dichte an Energie auf. Natürlich ist dies nicht zu 100 Prozent ohne Risiko. Wer bei dem Kauf jedoch auf Qualität achtet, der hat wenig zu befürchten. Um ein Elektrofahrrad in Deutschland überhaupt erst verkaufen zu dürfen, sind sehr viele Tests und Bedingungen zu erfüllen, im Fachhandel braucht sich somit niemand Gedanken über eine mögliche Gefahr der Akkus zu machen.

Allerdings darf auch kein falscher Umgang mit dem Akku erfolgen. Dazu gehört beispielsweise, dass der Akku immer wie vorgeschrieben geladen werden muss. Außerdem darf der Akku nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Ebenso ist die richtige Lagerung entscheidend. Werden diese Punkte eingehalten, hat der Benutzer allerdings nichts zu befürchten.


Interessant & Wissenswert