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Radwegebenutzungspflicht – Auf welchen Strecken gilt diese?

Radwegebenutzungspflicht – Viele Radfahrer fahren auf der Straße und ärgern damit die Autofahrer, die die Fahrräder am liebsten von den Straßen verbannen würden. Doch hier ist alles gesetzlich geregelt. Wer sich an die Regel nicht hält, der muss mit Bußgeldern und Strafen rechnen. Falls Sie als Fahrradfahrer in einen Unfall geraten und damit den falschen Weg benutzt haben, tragen Sie auf jeden Fall eine Teilschuld.

Wann muss der Fahrradweg genutzt werden und wann hat der Fahrradfahrer freie Wahl?

Verkehrszeichen-237Der Fahrradweg muss, laut Radwegebenutzungspflicht, nur dann unbedingt genutzt werden, wenn dies durch das dazugehörige Schild ausgewiesen ist. Bei diesem Schild handelt es sich um das blaue Verkehrsschild mit einem weißen Fahrrad drauf. Ist dieses Schild aufgestellt, so muss der Fahrradfahrer zwingend auf dem Fahrradweg fahren. Falls das Schild nicht vorhanden ist, hat der Fahrradfahrer hier die Wahl, ob er auf der Straße bei den Fahrzeugen oder doch lieber auf dem Fahrradweg fahren möchte. Auf jeden Fall muss der Fahrradfahrer auf der richtigen Spur fahren, also immer auf der rechten Seite des Verkehrsflusses.

Diese Regel war vor 1998 anders. Dort galt noch die Regel, dass Fahrräder auf der Straße verboten und nur auf dem Fahrradweg erlaubt waren. Da allerdings Fahrräder auf dem Fahrradweg oft übersehen werden (vor allem aufgrund des toten Winkels beim Rechts-Abbiegen) wurde diese Regel 1998 aufgehoben.

Wer darf noch auf dem Radweg fahren?

Die Radwegebenutzungspflicht schreibt vor, dass der Radweg ausschließlich für Fahrräder gedacht ist. Die einzige Ausnahme bilden hier die Mofas, diese dürfen außerhalb von geschlossenen Ortschaften auch den Fahrradweg nutzen.

Welche Schilder schreiben vor, den Fahrradweg benutzen zu müssen?

Es gibt drei Schilder, die solch eine Radwegebenutzungspflicht direkt vorschreiben. Dazu gehört das Verkehrszeichen Nummer 237, auf welchem ein weißes Fahrrad auf dem blauen runden Schild abgebildet ist. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen den Fahrradweg nicht nutzen. Auf dem Schild 240 sind über dem weißen Fahrrad noch zwei Fußgänger abgebildet (eine Frau mit einem Kind). Das bedeutet, dass Fahrradfahrer hier aufpassen müssen, nicht mit den Fußgängern zusammenzustoßen. Das Schild 241 zeigt die beiden Fußgänger neben dem Fahrrad und weist darauf hin, dass sich neben dem Fußgängerweg ein Fahrradweg befindet, welcher benutzt werden muss.

 

Verkehrszeichen Nummer 237Verkehrszeichen-237
Verkehrszeichen Nummer 240Verkehrszeichen-240
Verkehrszeichen Nummer 241Verkehrszeichen-241

 

Radwegebenutzungspflicht – Wann muss der Radweg nicht genutzt werden?

Sollte der Radweg unsicher sein (viele Schlaglöcher, schlechter allgemeiner Zustand), dann muss der Radweg nicht unbedingt genutzt werden. Das gilt auch dann, wenn der Weg durch Fußgänger oder parkende Autos blockiert ist.

Welche Strafen erwarten Fahrradfahrer bei Nicht-Beachtung dieser Regeln?

Im Bußgeldkatalog finden sich alle Strafen, die auf Fahrradfahrer zukommen, wenn sie die Radwegebenutzungspflicht nicht beachten. Die Strafen liegen hier zwischen 20 Euro und 35 Euro. Wer einen ausgeschilderten Fahrradweg nicht nutzt, der hat mit einer Strafe von 20 Euro zu rechnen. Sollte dabei eine Behinderung von anderen Verkehrsteilnehmern auftreten, so steigt die Strafe auf 25 Euro. Bei einer Gefährdung sind es 30 Euro. Wer den Radweg nicht nutzt und daher in einen Unfall verwickelt wird, muss mit einem Bußgeld von 35 Euro rechnen.



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